Wir über uns
Inmitten des Umbruchs in dem sich gegenwärtig die wissenschaftlichen Verlage, aber auch die Universitäten befinden, mag die Gründung von Konstanz University Press ein Wagnis sein. Sie ist aber auch ein Zeichen: ein Zeichen, dass gerade heute Verlagen eine besondere Bedeutung zukommt, und mehr denn je eine sorgfältige Programm- und Lektoratsarbeit gefragt und gefordert ist
Konstanz University Press, ein Imprint des Wilhelm Fink Verlages, verdankt sich ausgerechnet der kleinsten der durch die Exzellenzinitiative ausgezeichneten Universitäten hierzulande und dabei vor allem dem Exzellenzcluster »Kulturelle Grundlagen von Integration«. Dennoch wird sich das Programm keineswegs auf Forschungsergebnisse der Universität Konstanz beschränken. Ziel ist es vielmehr, ähnlich wie dies Wissenschaftsverlage in englischsprachigen Ländern seit vielen Jahren sehr erfolgreich tun, über den Wirkungskreis der Heimatinstitution hinaus im weiten Feld der Humanities Impulse zu geben, Themenfelder zu erkunden und Diskussionen anzuregen. Dies soll durch sehr unterschiedliche Buchtypen geschehen, die von wichtigen Monographien über Editionen, von klassischen und neu entdeckten Texten bis hin zu Essays und Übersetzungen reichen. Zudem werden in naher Zukunft auch die Möglichkeiten digitalen Publizierens aufgegriffen. Ein durch hochrangige Wissenschaftler/innen aus unterschiedlichen Disziplinen besetztes Editorial Board, dem an dieser Stelle sehr herzlich gedankt sei, entscheidet über das Programm von KUP.
Wir freuen uns sehr und hoffen, dass Sie mit uns die Begeisterung des Aufbruchs teilen und sich auf eine intellektuelle Entdeckungsreise begeben. Es gibt bereits jetzt viel zu erkunden. Und das ist erst ein Anfang.
Editorial Board
Wolfgang Essbach ist Professor für Kultursoziologie an der Albert-Ludwigs Universität Freiburg im Breisgau. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen die Soziologie der Artefakte und der Religion, Ideengeschichte, Kulturtheorie und Soziologische Theorie. Er war u.a. Präsident der Helmuth Plessner Gesellschaft und ist seit 2008 Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der FRIAS School of History.
Gudrun Gersmann ist seit 2004 Professorin für die Geschichte der Frühen Neuzeit an der Universität zu Köln und seit 2007 Direktorin des Deutschen Historischen Instituts Paris (DHI Paris). Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen u.a. die Verfassungs- und Rechtsgeschichte der Frühen Neuzeit, Aufklärung, Ancien Régime und Französische Revolution, sowie die Geschichte der Hexenverfolgungen.
Michael Hagner ist Professor für Wissenschaftsforschung an der ETH Zürich, Promotion zum Dr. med. und medizingeschichtlicher Habilitation, ausgezeichnet u.a. mit dem Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung (2008). Er forscht u.a. zur Kulturgeschichte der Kybernetik und Medizingeschichte, zu epistemischen Bildern, Monstrositäten und Eliten.
Albrecht Koschorke ist Professor für Deutsche Literatur und Allgemeine Literaturwissenschaft an der Universität Konstanz, Gottfried Wilhelm Leibniz-Preisträger (2003), Sprecher des Graduiertenkollegs »Das Reale in der Kultur der Moderne« sowie Mitherausgeber der »Deutschen Vierteljahrsschrift für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte« (DVjs). Er forscht u.a. über Kulturtheorie, Kultursemiotik und Erzähltheorie.
Kirsten Mahlke ist Professorin für Romanische Literaturwissenschaft an der Universität Heidelberg. Für ihr Projekt Narratives of Terror & Disappeareance. Fantastic Dimensions of Argentina’s Collective Memory since the Military Dictatorship (1976-1983) erhielt sie 2009 einen ERC Grant. Sie forscht über frühneuzeitliche Reiseliteratur, Literaturtheorie und moderne Physik sowie Tausch- und Gabentheorie als Kulturtheorie.
Christoph Menke ist Professor für Philosophie im Exzellenzcluster »Die Herausbildung normativer Ordnungen« an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Von 1997 bis 1999 war er Associate Professor an der New School for Social research, von 1999 bis 2008 Professor für Philosophie an der Universität Potsdam. Er forscht zu Theorien des Politischen und der Subjektivität sowie zur Ästhetik der Moderne. Zuletzt ist von ihm erschienen »Kraft. Ein Grundbegriff ästhetischer Anthropologie« (Suhrkamp).
Bernd Stiegler arbeitete von 1999 bis 2007 als Programmleiter Wissenschaft im Suhrkamp Verlag. Seit Herbst 2007 ist er Professor für Neuere deutsche Literatur mit Schwerpunkt 20. Jahrhundert im medialen Kontext an der Universität Konstanz. Er forscht zur Geschichte und Theorie der Photographie, Medien- und Filmtheorie und zur deutschen und französischen Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts. Zuletzt ist von ihm erschienen »Reisender Stillstand. Eine kleine Geschichte der Reisen im und um das Zimmer herum« (Fischer).
Dieter Thomä ist Professor für Philosophie an der Universität St. Gallen. Er erhielt 1996 den Preis für Essayistik beim Joseph-Roth-Publizistikwettbewerb Klagenfurt und war u.a. Fellow am Getty Research Institute, Los Angeles, und am Wissenschaftskolleg zu Berlin. Er forscht in den Bereichen der Sozial- und Kulturphilosophie,Ethik, Ästhetik und Phänomenologie. Zuletzt ist von ihm erschienen »Väter. Eine moderne Heldengeschichte« (Hanser).



