Was weiß Kunst?

Für eine Ästhetik des Widerstands
1. Aufl. 2015, 320 Seiten, Festeinband mit Schutzumschlag, EUR 29.90 / CHF 36.80
ISBN: 978-3-86253-061-8

Über das Buch

Was Kunst weiß, befreit, weil es das Wissen irre macht.

Was ist eine schöpferische Tätigkeit? Was ist ein Lebensgefühl? Wie verhalten sich Kunst und Politik zueinander? Kann man einsam leben? Wie lässt sich eine Individualität denken, die Widerstand gegen den Konformismus der allgemeinen Vernetzung leistet? Einerseits enthält die Kunst ein Wissen, das es erlaubt, Antworten auf diese Fragen zu finden. Aber dieses Wissen lässt sich nicht einfach in Aussagen formulieren. Andererseits fordert die Kunst jedes Wissen heraus, weil es ihr um etwas anderes zu tun ist: nicht um ein Wissen, sondern um ein Irren der Idee, um Träume, in denen sich Sein und Schein berühren, um die Gleichzeitigkeit von Allem und Nichts, um ein Leben ohne Selbsterhaltung und Selbstbehauptung.

Was weiß Kunst? ist ein philosophisches Buch, das sich gegen die heute in der Kunsttheorie und Kunstproduktion vorherrschenden Begriff des Wissens wendet. Denn dieser Begriff ist eingeführt worden, um der Herausforderung der Kunst und der Philosophie – des Irrens, das zur Idee gehört – auszuweichen und dem ubiquitären Diktat der Evaluation zu genügen. Was weiß Kunst? versucht, gegen das Vergessen, die Verdrängung und die Ausschließung anzugehen, denen trotz aller Lippenbekenntnisse das Denken des zwanzigsten und einundzwanzigsten Jahrhunderts preisgegeben wird, um die Philosophie in Professionalismus und Populismus aufzuteilen. Was weiß Kunst? will eine Kritik brandmarken, die den neoliberalen Zeitgeist bestätigt, nicht erschüttert. Was weiß Kunst? will unzeitgemäß sein.

Leseprobe

Pressemeldungen

Der Freitag , 22.09.2015

Tom Wohlfarth berichtet von Buchvorstellung und Gespräch Alexander García Düttmanns mit Christoph Menke im Rahmen des internationalen Literaturfestes Berlin (ilb).

Hier lesen den vollständigen Artikel.

Philosophie Magazin 4/2015, 01.06.2015

Rezensent Philipp Goll lobt, Düttmanns Buch lese sich "als Versuch, die Kunst freizuschreiben von Zwecksetzungen – und stattdessen ihren emanzipativen »Rätselcharakter« (Adorno) in Erinnerung zu rufen, der immer mehr zum Zweifeln am Bestehenden provoziert, statt Antworten zu geben."